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1998
Flowers Blumen Fleurs
Englische Seiden des 18. Jahrhunderts
Die englische Seidenindustrie ist neben der französischen im 18. Jahrhundert zweifellos die wichtigste Europas. Dank einer grossen Zahl von erhaltenen und sehr oft genau datierten Entwurfszeichnungen lässt sich ein lebhaftes und detailliertes Bild der rasch wechselnden, den Modeströmungen folgenden Muster gewinnen. Die Ausstellung zeichnet diese Entwicklung anhand originaler, erhaltener Stoffe nach: kostbare Seiden und Brokate, die als Kleiderstoffe verwendet wurden, gleichzeitig aber auch Kunstwerke waren.
Das Weben von gemusterten Seidenstoffen, «Flowered Silks», auf einem handbetriebenen Zugwebstuhl setzte hochqualifizierte Handwerker voraus. Die meisten dieser Betriebe waren im Osten von London, im vornehmen Quartier Spitalfields, ansässig; sie erhielten ihre Aufträge von spezialisierten Händlern. Oft wurde stückweise, auf Bestellung gearbeitet. Die Stoffe waren nicht nur für den englischen Markt bestimmt, sondern wurden in beträchtlichen Mengen exportiert, vor allem in die amerikanischen Kolonien, aber auch nach Schottland und Irland, Norddeutschland und den Niederlanden, Norwegen und Dänemark.
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