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2000
Bizarre Seiden
Ein Exotismus um 1700
7. Mai bis 5. November 2000
täglich von 14.00 bis 17.30 Uhr
In ihrer diesjährigen Sonderausstellung zeigt die Abegg-Stiftung in Riggisberg vom 7. Mai bis zum 5. November 2000 eine repräsentative Auswahl von sogenannten bizarren Seiden. Die Muster dieser kostbaren, oft mit Gold- und Silberfäden verzierten Seidenstoffe wirken mit ihren geschwungenen oder eckig verzahnten Formen exotisch. Sie zeugen vom Einfluss der durch die verschiedenen Ostindischen Kompanien in ganzen Schiffsladungen importierten asiatischen Porzellane, Lackarbeiten und Stoffe auf die europäischen Textilentwerfer. Um 1700 entstanden diese fremdartig gemusterten Seidenstoffe vor allem in Lyon und Venedig, aber auch in anderen Webzentren in Frankreich und Italien sowie in Spanien, Holland und in England. Die bizarren Seiden gehören zu den kostbarsten Erzeugnissen einer exklusiven Luxusindustrie, welche oft im Dienste der absolutistischen Höfe stand. Damals hatte Frankreich von Italien die Führung in der Seidenindustrie übernommen, genau so wie es in der Mode nun tonangebend war. Zu Kleidern wurden auch die meisten bizarren Seiden verarbeitet.
An Hand von 64 Beispielen kann der Besucher der Ausstellung die stilistische Abfolge dieser aussergewöhnlichen Stoffe zwischen etwa 1680 und 1720 verfolgen. Gleichzeitig erscheint der Bestandskatalog der bizarren Seiden in der Abegg-Stiftung. Mit 227 Katalognummern wird die weltgrösste Sammlung dieser fabelhaften Stoffe veröffentlicht.
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