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Von Gärten und Schlössern
Naturalistische Seiden des 18. Jahrhunderts
28 April bis 10 November 2002
täglich 14.00 bis 17.30 Uhr
Üppige Pflanzen mit dünnen Stengeln und übergrossen Blüten und Blättern neben miniaturisierten Schlössern, Pavillons und Parklandschaften zieren Seidengewebe aus dem frühen 18. Jahrhundert, welche die Abegg-Stiftung in ihrer diesjährigen Sonderausstellung zeigt.
Nur scheinbar der Natur nachgebildet, sind es malerische Umsetzungen von oft exotischen Vorbildern in textile Meisterwerke, die zu den Höhepunkten europäischen Kunsthandwerks gehören. Blumen standen dabei im Mittelpunkt, wie die Ausstellung zeigt, die in rund fünfzig Geweben aus der Zeit um 1730-1745 die Entwicklung der naturalistischen Muster belegt.
Mittels hoch entwickelter Webtechnik konnten komplexe Entwürfe in den feinsten Nuancen ausgeführt werden. Reiche Verwendung von Gold- und Silberfäden verleiht den Seiden zusätzlichen Glanz.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Sammlungskatalog sämtlicher Seidengewebe des Naturalismus in der Abegg-Stiftung.
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Üppige Pflanzen mit dünnen Stengeln und übergrossen Blüten und Blättern neben miniaturisierten Schlössern, Pavillons und Parklandschaften zieren Seidengewebe aus dem frühen 18. Jahrhundert, welche die Abegg-Stiftung in ihrer diesjährigen Sonderausstellung zeigt.
Nur scheinbar der Natur nachgebildet, sind es malerische Umsetzungen von oft exotischen Vorbildern in textile Meisterwerke, die zu den Höhepunkten europäischen Kunsthandwerks gehören.
Damals wuchs das Interesse an fremdländischer Natur oder dem, was man sich phantasievoll darunter vorstellte. Blumen standen dabei im Mittelpunkt, wie die Ausstellung zeigt, die in rund fünfzig Geweben aus der Zeit um 1730-1745 die Entwicklung der naturalistischen Muster belegt.
Dabei wird die herausragende Stellung des französischen Entwurfskünstlers Jean Revel deutlich, der mit der Erfindung neuer Gestaltungsmittel erstmals malerische Darstellungen in den Geweben ermöglichte. Die ursprünglich für den Hof und die gehobene Gesellschaft bestimmten Stoffe wurden in den Zentren der Seidenindustrie, insbesondere in Lyon, hergestellt. Mittels hoch entwickelter Webtechnik konnten komplexe Entwürfe in den feinsten Nuancen ausgeführt werden. Reiche Verwendung von Gold- und Silberfäden verleiht den Seiden zusätzlichen Glanz.
Während die Seidenmuster mit jeder Saison wechselten, veränderte sich hingegen der Schnitt der Gewänder kaum. Abgelegte Kleider gelangten häufig an die Kirche, wo die kostbaren Stoffe in Zweitverwendung zu liturgischen Gewändern verarbeitet wurden. Aus diesen wiederum wurden im 19. Jahrhundert dekorative Decken für den Kunstmarkt.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Sammlungskatalog sämtlicher Seidengewebe des Naturalismus in der Abegg-Stiftung. In einer breit angelegten Einführung werden in verschiedenen Kapiteln die Stilentwicklung der Seiden und ihre ehemalige Verwendung erläutert. Der anschliessende Katalogteil umfasst insgesamt 211 reich bebilderte Einträge.
Texte français sur demande
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