2008
Bürgerstolz und Fürstenpracht.
Kostüme des 16. bis 18. Jahrhunderts
20. April - 2. November 2008
täglich von 14.00 bis 17.30 Uhr







Kölnisch (Franz Kessler?), Porträt der Christina Virmond
Öl auf Leinwand, 1626
Köln, Kölnisches Stadtmuseum, Inv. Nr. WRM 2074
© Rheinisches Bildarchiv, Köln

Die Kölnerin Christina Virmond, standesgemäss gekleidet und geschmückt
mit den Accessoires der bürgerlichen Mode.



Bürgerliche Kleidungsstücke
Die Mehrheit der Kostüme stammt aus der Sammlung des Baron von Hüpsch (1730-1805), der 18 Gewandoberteile reicher Bürger der Stadt Köln zusammentrug und sie dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt vermachte. Es handelt sich um die weitaus bedeutendste Sammlung dieser Art.



Zierat
Als Oberstoff wurde im 17. Jahrhundert vorwiegend glatter Seidenatlas verwendet, der durch aufwendige Bearbeitung einen reizvollen plastischen Dekor erhalten konnte. Variationsreiche Börtchen, Spitzen und vor allem Knöpfe veredeln die Gewänder zusätzlich.



Definierte Formen
Eine hochstehende Schneidertechnik, Polsterungen und versteifende Einlagen verliehen den Kostümen einen faltenfreien, perfekten Sitz und die gewünschte modische Silhouette.



Theaterkostüme
Umarbeitungen, historisierende Elemente und einfachere Materialien lassen darauf schliessen, dass es sich bei zweien der fünf Gewandoberteile des 18. Jahrhunderts um Theaterkostüme handelt.


Hofmode der Renaissance
Dieser sogenannte Rock, ein in dichte Falten gelegtes Obergewand mit modischen Puff- und Hängeärmeln, gehörte Kurfürst Moritz von Sachsen (1521-1553). Es handelt sich um ein repräsentatives Kleidungsstück in den sächsischen Landesfarben, dessen breite Silhouette die Männlichkeit, Macht und Würde des Fürsten unterstreicht. Zusammen mit Wams, bauschiger Kurzhose und gelben Lederstrümpfen bildet der Rock das einzige vollständig erhaltene Prunkkostüm der Renaissance.