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Baugeschichte Um- und Neubau Von den Anfängen bis in die 1990er Jahren Seit der Eröffnung des Museums im Jahre 1967 hat die Ausstellung mehrfach ihr Gesicht verändert. War sie anfangs auf die Fensterfront ausgerichtet, lichtdurchflutet und durch vergleichsweise niedrige Stellwände gegliedert, so musste sie sehr bald den Lichtschutz-Erfordernissen für historische Textilien angepasst werden. Ganze Bereiche wurden vom Tageslicht abgeschottet und sukzessive, als nun abgeschlossene Einheiten, mit je eigener Farbigkeit oder Materialität ausgestattet. Die wachsende Textilsammlung führte dazu, dass in den 1980er und Mitte der 1990er Jahre weitere Räume angebaut und ihrer Zeit entsprechend gestaltet wurden. So ging der einst stimmige Gesamteindruck im Laufe der Zeit etwas verloren. Offener Projektwettbewerb Der Stiftungsrat der Abegg-Stiftung beschloss, eine grundlegende Neugestaltung der Museumsbereiche in Angriff zu nehmen. 2006 wurde dafür ein offener Projektwettbewerb wurde ausgeschrieben. Gesucht waren nicht Ideen für einen Neubau des Instituts, sondern Konzeptentwürfe und Vorschläge wie die rund 1100 m2 grosse Ausstellungsfläche umgebaut und gesamtheitlich organisiert und gestaltet werden könnte. Gewonnen hat das Projekt "Mitra" von Hanspeter Wespi, Architekt OTIA aus Gordola. Wespis Entwurf überzeugte die Jury mit frei im Raum verteilten Wandelementen, welche die Ausstellung fliessend, aber präzis strukturieren, thematische Räume schaffen und gleichzeitig vielfache Bezüge ermöglichen. Ausweitung des Projekts In der Folge wurde das Zürcher Büro OAP Offermann Architektur & Projektmanagement engagiert, das auf der Basis von Wespis Entwurf das Projekt substantiell weiterentwickelte, konkret plante und schliesslich auch durchführte. Zum Beispiel stellte sich heraus, dass grössere Eingriffe in die bestehende Statik notwendig werden würden. Angesichts der aufwendigen Arbeiten beschloss man, den Umbau der Ausstellung als Chance zu nutzen, gleichzeitig mehr Räumlichkeiten zu schaffen und den ganzen Trakt gebäudetechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Das Bauvorhaben wurde grösser und die ursprünglich geplante Bauzeit länger. Zeitplan Im Sommer 2009 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Als erstes musste ein Teil der alten Annexbauten abgebrochen werden. An ihrer Stelle entstand ein zweigeschossiger Neubau. Weiter wurde der noch bestehende Teil im Hauptgebäude umfassend erneuert und dem Neubau angepasst. Im Herbst 2010 konnte der Rohbau abgeschlossen werden. Die beiden Teile, der alte und neue, sind miteinander verbunden worden und bilden eine grosse, stützenfreie Halle. Der Innenausbau dauerte bis Ende Mai 2011. Nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit steht der Abegg-Stiftung nun ein grosszügiger, modern und einheitlich gestalteter Ausstellungssaal zur Verfügung, der die helle Grosszügigkeit der 1960er Jahre mit den heutigen konservatorischen Anforderungen in Einklang bringt und Flexibilität für zukünftige Veränderung garantiert. Fact Sheet zum Um- und Neubau |
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