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2004
Pinsel, Schiffchen, Fadenknäuel
Spätantike Textilien aus Ägypten und ihre Herstellung
25. April 14. November 2004
täglich von 14.00 bis 17.30 Uhr
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Viele Textilien waren nicht flächendeckend mit einem Muster versehen, sondern besassen begrenzte Musterabschnitte. Für sie wurden die Fäden, die das Muster bilden, vor allem mit dem Fadenknäuel eingelegt, das heisst gewirkt. Als Garn verwendete man Wolle, Leinen, Seide und sogar Fäden, um die eine hauchdünne Goldfolie gewickelt war.
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Die Tunika, das meistgetragene Gewand der damaligen Zeit, war weitgehend ungemustert.Sie besass aber oft begrenzte Musterabschnitte, die meist zusammen mit dem gesamten Gewebe gewirkt wurden.
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Seidene Gewänder und Gewebe wurden meist in einer sehr komplexen Webart hergestellt. Hier lag das Muster bereits beim Einrichten des Webstuhls fest. Die Schussfäden konnten dann mit dem Schiffchen von einer Seite zur anderen «durchgeschossen» werden. Typisch für solche Stoffe sind Flächenmuster mit sich wiederholenden Rapporten.
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Auch stabile und gleichzeitig flexible Wollgewebe für Tuniken und beispielsweise Polsterstoffe webte man in komplexen Techniken (Samit bzw. Taqueté genannt). Wie auf vielen anderen Werken dieser Zeit spielten dabei Tier- und Jagdfriese im Dekor eine grosse Rolle.
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Ein aufgemalter Dekor lässt sich bisher fast nur für Behänge nachweisen. Wie bei einem Gemälde konnte mit dem Pinsel die gewünschte Farbe auf ein Leinengewebe aufgetragen werden. Gemalt wurde aber auch mit einer Paste, die beim anschliessenden Färben des ganzen Stoffes die Darstellungen aussparte. Die Paste wurde nach dem Färben wieder ausgewaschen.
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Die meisten der grossen Wandbehänge waren Wirkereien. Sie lassen den Ausstattungsluxus reicher Stadthäuser und Landvillen erkennen. Für Darstellungen waren auch in der Spätantike noch die klassischen mythologischen Gestalten und Personifikationen beliebt.
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