2005
Fürstliche Interieurs
Dekorationstextilien des 18. Jahrhunderts
24. April – 13. November 2005
täglich von 14.00 bis 17.30 Uhr




Material und Verwendung
Gemusterte Seidengewebe, Brokatelle und Stickereien wurden zu Wandbespannungen und Bettdekorationen verarbeitet. Wollsamte, Lederpaneele und beflockte Gewebe dienten vor allem in kälteren Regionen als Tapeten und Bezugsstoffe.



Einheitliche Raumgestaltung
Die textile Einrichtung eines Raumes wurde en suite, das heisst mit farblich und im Muster aufeinander abgestimmten Textilien, gestaltet. In vornehmen Häusern wurden die textilen Dekorationen zudem mit Beginn der Winter- bzw. Sommersaison ausgewechselt.



Fürstliche Auftraggeber
Machtbewusste Fürsten erkannten die Wirkung prachtvoller Textilausstattungen. Katharina die Grosse von Russland bestellte zum Beispiel regelmässig gemusterte Seiden aus Lyon und stand in Kontakt mit dem berühmten Entwurfskünstler Philippe de Lasalle.



Bemalte Seiden
Über den Seehandel wurden bemalte Seiden – auch Pekingtapeten genannt – aus China nach Europa importiert. Aufgrund ihrer exotischen und verspielten Darstellungen waren sie als Dekorationen von Schlafgemächern und Lustschlössern besonders beliebt.



Klassizismus
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erwachte ein verstärktes Interesse an der Formensprache der Antike und Renaissance. In Architektur und dekorativen Künsten wandelte sich daraufhin der Stil zu strengeren Kompositionen und kühleren Farben.