Textilien aus dem alten Peru. Die Sammlungen der Abegg-Stiftung und des Museums Rietberg
Nikkibarla Calonder und Judith Rickenbach

Die Völker des vorspanischen Peru zeichnen sich durch eine hoch entwickelte Textilkultur aus. Sie beherrschten komplizierte Textiltechniken und entwarfen kühne Kompositionen mit geometrischen Mustern und ausdrucksstarken Figuren. Ihre textilen Erzeugnisse erfuhren eine hohe Wertschätzung: Sie übernahmen wichtige Funktionen bei kultischen und politischen Handlungen, wobei Material, Herstellungstechnik, Farbe und Motive bedeutsame Informationen lieferten. Dank des trockenen Klimas der fast regenlosen Küstenzone Perus blieben viele dieser Kunstwerke in ihrer ursprünglichen Farbigkeit erhalten.


Der von der Abegg-Stiftung und dem Museum Rietberg gemeinsam erarbeitete und herausgegebene Bestandskatalog präsentiert rund 220 Textilien aus dem alten Peru. Wissenschaftliche Analysen des verwendeten Materials, von dessen Herstellung und Verarbeitung ermöglichen eine geografische und chronologische Einordnung der Stücke von der Paracas-Kultur (800 – 200 v. Chr.) bis in die frühe Kolonialzeit (16. Jahrhundert). Nebst detaillierten Angaben zu Material und Technik wird jedes Objekt mit einem kunst- und kulturgeschichtlichen Kommentar gewürdigt. Ein Kapitel über die Herstellung der Textilien ergänzt die reich illustrierte Publikation.

INHALT

Einleitung


Herstellung
Kamelidenhaar – Baumwolle – Färben – Webgerät – Federn

Katalog
ParacasNascaTiwanaku/WariSicánChimúChancay und die Zentralküste InkaKolonialzeit

Anhang
ZeichnungenGlossarLiteraturnachweisKonkordanz

Das Museum Rietberg in Zürich ist das einzige Kunstmuseum für aussereuropäische Kulturen in der Schweiz und besitzt eine international renommierte Sammlung mit Werken aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien.